Current Trends in EFL Methodology

Bericht über meinen dreiwöchigen Studienaufenthalt in Bristol und Bournemouth am Institut für Teachertraining RLC

What are the current trends in English language teaching and learning research?

Die gute Nachricht vorweg der Englischsprachunterricht an unseren Schulen und an der Stubenbastei im speziellen ist meiner Erfahrung nach schon lange dort angekommen ist, wo er laut der letzten Studien hier in Großbritannien sein sollte. Der Fokus liegt auf Fluency, Aussprache, Erweiterung von Lexik und starkem Student Engagement. Nicht zuletzt wegen der Annäherung der österreichischen Testformate an die international anerkannten wie CAE oder IELTS gibt es auch auf den Gebieten der vier Skills – Listening, Reading, Language in Use und Writing – eine sehr hohe Übereinstimmung in der Methodik und Didaktik, wie SchülerInnen auf diese Testformate vorbereitet werden sollten. Es lohnt sich trotzdem ein genauerer Blick auf kommende Trends und Details.

 

Rising trends met by language institutes

CLIL

Viele Institute, die sich auf die Weiterbildung von LehrerInnen aus der ganzen Welt spezialisiert haben, legen einen großen Schwerpunkt auf CLIL – Content and Language Integrated Learning. CLIL beschreibt das integrierte Fremdsprachenlernen in inhaltlich ausgerichteten Fächern wie zum Beispiel Geografie. Die inhaltlichen Lernziele des Sachfachs und des Spracherwerbs sind dabei gleichbedeutend. Viele Studien belegen die Vorteile des CLIL Unterrichts.

In Uncovering CLIL, einer Studie führender CLIL-Forscher, erinnern Mehisto, Marsh & Frigols daran, dass mit der Globalisierung etwa Mitte der 90er Jahre ein immer größeres Gewicht auf Sprachenerziehung von der Primarstufe bis zu den Sekundarstufen gelegt wird. Was die Europäische Kommission für den europäischen Kontext beschreibt, liest sich für den weltweiten Zusammenhang so: In an integrated world, integrated learning is increasingly viewed as a modern form of educational delivery designed to even better equip the learner with knowledge and skills suitable for the global age”. These (Generation Y, geboren zwischen 1982 und 2001, und die Cyber Generation, geboren nach 2001, Anm. d. Verf.) are the generations now in classrooms across the world, and CLIL is one innovative methodology that has emerged to cater to this new age”. (Mehisto, et. al.: S. 10f)

https://www.the-english-academy.de/bilingualer-unterricht-erfolgsmodell/

Die Tatsache, dass die CLIL Kurse besonders von vielen LehrerkollegInnen aus Spanien, Italien und allen mittel- und osteuropäischen Ländern besucht werden, lässt darauf schließen, dass in diesen Ländern der zweisprachige Unterricht in der Sekundarstufe besonders gefördert und ausgebaut wird. In Österreich sehe ich diesen Trend erst in den Kinderschuhen, ein Ausbau, um in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, wäre sicher ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, bedeutet natürlich auch ein intensives Investment in die Weiterbildung der Nicht-SprachlehrerInnen.

E-Learning

Augenmerk wird nach wie vor auch auf e-learning gelegt, wobei ich bei meiner Fortbildung den Eindruck bekommen habe, dass man nach erster Euphorie digitale und analoge Approaches in Balance halten möchte. So wurde immer auch auf den hohen Wert von analogen LehrerInneninputs hingewiesen. E-Learning unterstützend ist die Weiterentwicklung der digitalen Umgebung unabhängig von schulinternen Ressourcen. Das ermöglicht einen viel flexibleren Einsatz und eine breite Möglichkeit schülerInnenzentrierten Lernens. Social Media spielen dabei eine positive Rolle.

Meine Fortbildung streifte e-learning nur sehr am Rande. Für Interessierte gibt es hier zwei Links:

https://www.e-teaching.org/praxis/themenspecials/e-learning-forschung

und einen Download des Artikels von Nagwa A. Soliman „Using E-Learning to Develop EFL Students’ Language Skills and Activate Their Independent Learning“

https://www.scirp.org/journal/PaperInformation.aspx?PaperID=46989

 

Task-based Learning

Problem-based Learning

Situated Language Learning

Community-based Language Learning

Dabei handelt es sich um verschiedene Varianten eines handlungsorientierten Unterrichts, der durch möglichst reale und authentische Kontexte zu fremdsprachlicher Handlungskompetenz führen möchte. Der traditionelle PPP Zugang wird sehr kritisch gesehen (Präsentation, Praxis, ReProduktion).

https://s3.amazonaws.com/academia.edu.documents/50948055/PDF_A_flexible_framework_for_Task-based_Learning__Jane_Willis.pdf?AWSAccessKeyId=AKIAIWOWYYGZ2Y53UL3A&Expires=1525951474&Signature=qlLYvqjTttcA5ENYJFbykZDJJBU%3D&response-content-disposition=inline%3B%20filename%3DA_flexible_framework_for_task-based_lear.pdf

Der große Vorteil dieser Ansätze liegt in der Gesamtheitlichkeit mit der Sprache abgebildet und angewandt wird. So werden Kollokationen, Redewendungen, mündliche Ausdrucksweisen ganz natürlich Teil des Lerninhalts während im klassischen Unterricht meistens grammatikalische Einheiten den Schwerpunkt bestimmen und mit einer künstlich gefilterten Sprache einhergehen. Die oft kritisierte Überforderung von Lernenden in komplexen, authentischen Situationen wird von den BefürworterInnen des Task-Based Learnings als positiver Trigger gesehen, der die Lernenden ermutigt, über ihre Grenzen hinauszugehen.

Siehe dazu auch:

https://www.teachingenglish.org.uk/article/a-task-based-approach

https://www.teachingenglish.org.uk/article/tbl-pbl-two-learner-centred-approaches

https://www.grin.com/document/272677

https://de.slideshare.net/tortadericota/tbl-1

Ein informativer Essay der Universität Maryland (USA) über kooperatives und problemorientiertes Lernen findet sich hier:

http://northweststate.edu/wp-content/uploads/files/BoundaryCrossings.pdf

Zusammenfassend kann man sagen, dass Sprache als Mittel zum Zweck gesehen wird und so ihre natürliche Funktion zurückbekommt. Das fördert ein stark selbstbestimmtes Lernen, ermöglicht eine Individualisierung in heterogenen Gruppen und erzielt eine größere Nachhaltigkeit.

Mag. Sieglind Gabriel

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